Sina .... braucht Hilfe

6. Oktober 2008

Mir wurde heute gesagt, ich würde mit diesem Text evtl. die Vermittlung von Sina erschweren, weil ich ihre zahlreichen guten Eigenschaften nicht beschreibe. Mein Ziel ist es aber für Sina Menschen zu finden, welche diese liebenswerte Hündin auch wegen ihrer traurigen Vergangenheit zu sich holen. Denn ich bin überzeugt, daß nur diese Menschen sie erstmal in Ruhe lassen, Hund sein lassen. Natürlich hätte sie viel mehr Interessenten wenn dick und fett im Text steht, daß sie sehr kinderlieb ist, daß sie jedem Konflikt aus dem Wege geht usw. Ja aber dann wäre die "Gefahr" auch groß, daß sie genau deshalb die Chance auf ein Zuhause bekommt, aber nicht um ihrer selbst willen. Und genau das suche ich aber für sie, ein Zuhause um ihrer selbst willen bei Menschen die ihre Geschichte lesen und sauer werden, sich sagen die Maus kommt zu mir und nie wieder wird sie im Stich gelassen. Ich suche Menschen, welche ihre "Flügel" ausbreiten und Sina erstmal Schutz darunter geben. Diese Menschen werden mit einer ganz besonderen Hündin belohnt - und Sina wird sie bedingungslos lieben !!!

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sina-hunde-in-not 2. Oktober 2008

Sina hat nun ein TAGEBUCH (bitte anklicken)

1. Oktober 2008

Sina und ich, wir brauchen Hilfe!!!!!!!!

Eigentlich wollte ich mir heute meinen ganzen Frust von der Seele schreiben, alle sollten ihr Fett weg kriegen, alle Menschen welche u. a. verantwortlich für Sina's Zustand sind ! Alle von Anfang an, die "Retter" welche Sina im Alter von 5 Wochen aus Griechenland mitgebracht hatten, die Frau welche Sina als 5 Wochen alten Welpen den ganzen Tag alleine ließ und sie nach 1,5 Jahre töten lassen wollte, weil Sina nach ihr geschnappt hatte, dann die Menschen vom Tierschützer bis zum "Hundeflüsterer", Hundetrainer usw. welche Sina den Stempel "dominant" auf die Stirn brannten.

Aber ich denke es ist besser Ihnen Sina's Geschichte zu schreiben und diese liebe Hündin so vorzustellen, wie ich sie sehe und erlebe.

sina-hunde-in-not Sina hat eine dicke Schutzmauer um sich, eine Mauer um ihr Leben überhaupt zu ertragen. Als Welpe auf der Straße gelandet, kein Schutz und keine Geborgenheit durch die Mutter, nur Angst, blanke Angst lies ihrer Seele die erste dünne Mauer bauen. Dann die "Rettung" und ein Zuhause bei einer Frau mit Hundewunsch, ohne jegliches Feingefühl für die Bedürfnisse eines mutterlosen Welpen. Sina wurde viele Stunden täglich alleine gelassen, wenn die Familie dann Zuhause war beschäftigten sich überwiegend die Kinder mit ihr. Die nächste Mauerschicht wurde aus Einsamkeit gebaut.

Als Junghund verbrachte Sina viel Zeit im Garten, oft alleine und sie fing an über den Zaun zu springen. Langsam wurde ihre Halterin immer genervter und beschwerte sich, der Hund würde nicht auf sie hören und sie nie ansehen. Vor 6 Monaten verletzte Sina sich an der Pfote und als ihre Halterin einen Verband anlegen wollte, schnappte Sina nach ihr, knurrte und zog die Lefzen hoch, sobald die Frau nur in ihre Nähe kam. Sina hatte so wenig Vertrauen zu ihrer Halterin und fühlte sich so sehr bedroht, daß auch eine Behandlung beim Tierarzt nicht möglich war - nicht ohne Betäubung. Die Halterin entschied sich jedoch nicht für eine Narkose, nein Sina sollte getötet werden.

Es folgte eine Odyssee von mehreren Pflegestellen und eine Vermittlung an eine Familie ohne Hundeerfahrung und ohne Zaun um das Grundstück. 8 Wochen versuchte diese Familie Sina zu dem Hund zu machen, welchen sie sich wünschten. Ein Hund der am Haus bleibt, alleine bleiben kann und nicht an der Leine zieht. Mehrere Methoden wurden ausprobiert, die Leute machten was Hundetrainer und Co. sagten, ohne Erfolg. Weder die Familie noch einer der Experten interessierte sich für Sina's Seele, für ihre Persönlichkeit. Es wurde an einem extrem gestressten Hund dies und das probiert und - Sina's Mauer wurde noch ein wenig dicker. Sina mußte dann relativ schnell wieder weg, die alte Pflegestelle war belegt, eine neue nicht zu finden, Tierheim wollte man dieser Hündin nicht mehr zumuten und so kam das Wort Euthanasie wieder mit Sina in Verbindung. Eine knapp 2jährige Hündin die angeblich dominant ist und deren Hauptproblem ist, daß sie nicht alleine bleiben kann sollte also sterben. Ich war sehr gespannt auf diese Hündin und hatte mir unseren ersten Kontakt etwas anders vorgestellt. Ich begab mich in die Hocke und sprach leise mit ihr, kraulte ihr ein wenig die Brust - Sina leckte mir voller Zärtlichkeit das Gesicht und sah mich an. Man sagte mir Sina mag keine sina-hunde-in-not
sina-hunde-in-not Katzen, wenn sie alleine ist weint und jault sie, beim letzten Versuch sie alleine zu lassen hätte sie den Korb zerbissen und der Kontakt mit Hunden ist auch manchmal schwierig. Aber nach dieser Begegnung gab es kein Zurück mehr, ich mußte sie zu mir nehmen. Ich wollte wissen was sich hinter dieser schwarzen Stirn verbirgt und ich hoffte, doch noch eine geeignete Pflegestelle zu finden, ich habe 8 Katzen !

Relativ schnell war mir klar, Sina hat Angst vor Katzen, Angst vor Hunden welche zu forsch auf sie zugehen oder selbst unsicher sind. Sina's Platz ist im Flur, getrennt durch eine Glastür vom restlichen Haus. So kann sie nach und nach alle Hunde und Katzen kennen lernen und sich trotzdem sicher fühlen. Bisher ist ihre Angst vor Katzen größer als ihr Mut sie zu jagen. Ich glaube auch nicht, daß sie die Katzen im Haus oder im Garten jagen wird, denn alle meine Katzen sind sehr freundlich zu Hunden. Bis auf eine Hündin hat Sina nun auch Kontakt zu den Hunden, sie spielt mittlerweile auf der Wiese mit meiner kleinen schwarzen Galga und mit Bexter. Beide Hunde sind von sehr sanftem Wesen und sehr gut sozialisiert.

Auch das ziehen an der Leine ist halb so wild, man darf die Leine nur nicht ganz kurz nehmen. Nur das alleine bleiben ist ein wirkliches Problem für Sina, auch ein anderer Hund kann sie nicht beruhigen. Ihre Schutzmauer wird ganz langsam dünner und hinter der schwarzen traurigen Stirn zeigt sich ein williges, zärtliches Hundemädchen. Sina begibt sich gerne in meine Führung, langsam fängt sie an sich zu entspannen. Bei den Spaziergängen schenkt sie mir immer mehr Aufmerksamkeit, sie tritt in Kontakt mit mir und läßt sich gut führen.

So wie es aussieht werde ich Sina nicht zu 100 % in mein Rudel aufnehmen können, meine alte große Hündin zeigt noch deutlich ihre Abneigung. Deshalb such ich nun dringend ein Zuhause für diese Hündin, ein Zuhause bei Menschen mit Hundeerfahrung, ganz viel Herz, Ruhe und vorallem mit Verständnis für Sina. Wenn Sina überfordert ist fängt sie an zu fiepen wie ein Welpe, sie zeigt also deutlich wo ihre Grenzen sind. Ein paar Wochen Ruhe, Vertrauen schenken, sie einfach so nehmen wie sie ist, das ist es was Sina jetzt braucht. Sie ist eine schlaue Hündin, lernt schnell und wird eine gute Begleiterin.

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